Klingt irgendwie total verrückt ist aber seit einigen Wochen möglich. Keine Angst um die wertvolle Wohnzimmereinrichtung. Dieses Match wird ohne Badmintonschläger ausgetragen und findet am Esstisch statt. Der Badmintonfreund Daniel Pfeifer aus Wiesbaden hat das Badminton-Brettspiel „Diceminton“ entwickelt, welches den Reiz eines Badminton-Einzel sehr nahe kommt.
Das Spiel wird in einer blauen, buchförmigen Schachtel geliefert. Darin finden wir ein Spielbrett mit aufgedrucktem Badmintonspielfeld, zwei Würfel, ein Spielstein mit aufgedrucktem Federball und zwei weitere Spielsteine die die Spieler symbolisieren.
Wie funktioniert das Spiel?
Auf jeder Spielfeldseite gibt es sechs Punkte die angespielt werden können.
Wohin die Bälle gespielt werden, entscheiden die beiden Würfel, die dem Spiel beiliegen.
Die Badmintonschläger werden durch zwei Würfel ersetzt. Wo die Bälle hinfliegen, entscheiden die Augenzahlen. Sonsten ist fast alles wie im realen Badmintonmatch.
Jeder setzt seinen Spielstein in das rechte Aufschlagfeld, kurz auslosen wer den ersten Aufschlag hat und los geht es.
Jetzt kommen die Ersatz-Badmintonschläger, die Würfel, ins Spiel. Ein Wurf mit beiden Würfeln, man wählt eine der beiden Augenzahlen aus und spielt den Ball dementsprechend in das Feld des Gegners.
- Würfelt man eine 1 und eine 2 entspricht das einem kurzen Aufschlag
- Mit einer einer 3 und 4 wäre es ein mittlerer Aufschlag
- 5 und 6 entsprechen einem weiten Aufschlag.
Wie im richtigen Badmintonleben versucht man den Federball so zu spielen, das der Gegner laufen muss. Hat unser Aufschläger z.B. eine 3 und eine 6 gewürfelt so würde man mit der 3 den Gegner direkt anspielen und mit der 6 zwingen wir den Gegner zu laufen.
Der Taktiker wird sich für die 6 entscheiden und schiebt den Spielstein mit dem Federball auf die Position des weiten Aufschlages.
Für den abwehrenden Spieler ist es entscheidend, mit welcher Würfelkombination er angespielt wurde und wie weit er vom Ball entfernt steht.
Der Verteidiger muss zuerst den Ball erlaufen, dazu wird wieder mit beiden Würfeln gespielt. Jetzt werden die Augenzahlen zusammengezählt. (Auch das kennen wir vom echten Badmintoneinzel)
So erreiche ich den Ball:
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Würfelkombination des Angreifers |
Stellung zum Ball |
Ball wird nicht erreicht |
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kein Pasch |
direkt |
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Pasch |
direkt |
6-8 |
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kein Pasch |
1 Feld vom Ball entfernt |
6-8 |
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Pasch |
1 Feld vom Ball entfernt |
5-6-8-9 |
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kein Pasch |
2 Felder vom Ball entfernt |
5-6-8-9 |
|
Pasch |
2 Felder vom Ball entfernt |
4-5-6-8-9-10 |
Hat der Verteidiger den Ball erreicht, würfelt er nochmals, wählt die taktisch bessere Augenzahl aus und spielt den Ball zurück.
Erreicht ein Spieler den Return nicht, so punktet der Angreifer. Gezählt wird nach dem Rally-Point-System bis 15, gewonnen hat derjenige der zwei Sätze für sich entschieden hat.
Gut gefällt mir, das ein Pasch vergleichbar mit einem Netzroller, Schnitt - Ball oder einem knalligem Smash ist.
Muss ein solcher Angriff pariert werden, bietet man auf dem Spielfeld sein ganzes Können auf. Beim Brettspiel wird diese Schwierigkeit so wiedergegeben, indem nur mit 5 von 11 Würfelkombinationen der Ball erreicht werden kann.
Für mich ist es ein kurzweiliges Spiel, das bei jedem Schülerturnier dabei sein sollte. Damit lassen sich bestimmt die lästigen Fragen wie „Wann bin ich wieder dran? Wie lange dauert es noch?“ deutlich reduzieren.